Wer die Chroniken von Narnia aufschlägt, öffnet die Tür in eine andere Welt. Dort wird der Leser verzaubert vom Kampf zwischen Gut und Böse, von Faunen, Zwergen, Hexen, sprechenden Tieren und anderen Fabelwesen. Gleichzeitig trifft er, oft unbewusst, auf allerhand religiöse Themen. Denn für den Laientheologen C.S. Lewis, dem Verfasser der Chroniken, findet menschliches Leben immer im Religiösen statt. Auch wenn er es nicht beabsichtigte, hat sich Religiöses daher fast selbständig in die Chroniken geschrieben. Sie sind aus dem Christentum erwachsen und enthalten unter anderem dessen drei Säulen Schöpfung, Erlösung und Vollendung. Eine ganze religiöse Weltgeschichte wird erzählt, aber auf narnianische Weise. Religiösen Elementen, die von den Menschen der Gegenwart oftmals als Ballast empfunden werden, hat Lewis keinen Platz in Narnia gegeben, um das Wesentliche ans Licht treten zu lassen. Das macht die Chroniken nicht nur für Gläubige, sondern auch für jeden religionskritischen Menschen interessant.

Dieses Buch deckt narnianisch-religiöse Grundzüge auf und verknüpft sie mit einschlägigen Gedanken aus Lewis’ theologischen Sachbüchern. Auf diese Weise kristallisiert sich eine belebte und ansprechende Religion heraus, die dem Leser der Chroniken eine neue und faszinierende Beziehung zu sich eröffnet.

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